Donnerstag 22 Februar 2018

Unsere Gedichte

Gedichte (10)

Was könnt 's auf  Erden
schönres geben,

als mit einem Hund
zu leben.

Knutschig, kuschelweiches Fell
und gar lustiges Gebell,
ach, was lieb' ich meinen Hund,
wünschte mir, er wär' gesund.

Sein Köpfchen ist so flauschig weich,
am liebsten schwimmt er durch den Teich,
jagt die Enten, laut und keck,
doch die fliegen alle weg.

Enttäuscht trottet er nach Haus',
„jetzt hab' ich Hunger“, Hundeschmaus.

Das Körbchen wartet, ist das fein,
bin ja so müde, roll' mich ein
und träum' vom Menschenkindelein,
ein jedes nackig wie ein Schwein
und danke Gott, welch' Glück ich hab',
ein kuschelig weiches Fell mir gab.

 

Das Bettchen gedeckt.
Der Boden geleckt.
Das Körbchen gerichtet.
Der Abfall vernichtet.
Der Wecker gestellt.

Das war heile Welt.

Die Mahlzeit gekocht.
Das Hündchen frohlockt.
Gekämmt und gestriegelt.
Die Freundschaft besiegelt, mit streicheln und Küssen.

Das war wahre Liebe.

Doch nun bist Du tot.
Ich vermiß' Dich so sehr .

Dein Körbchen ist leer.
Der Boden verdreckt.
Das Bett nicht gedeckt.
Der Wecker tickt leise.

Das ist alles Scheiße.

Das Essen riecht sauer.
Ich bin voller Trauer.
Was soll ich bloß machen,
mit all' Deinen Sachen,
mit Körbchen und Kissen.

Ich tu' Dich vermissen.
Mit Halsband und Leine,
dort brauchst Du ja keine,
mit Ball und dem Knochen,
brauch' jetzt nicht mehr kochen.

Es ist alles vorbei
und alles entzwei,
kann nur noch weggehen.

Auf Niewiedersehen.

Kein zweiter Hund auf dieser Welt,
die bösen Menschen so verbellt.
Er gab' mir Schutz, zu jeder Stund'.
Er war mein großer mutiger Hund.

Ein braver Hund muss sein Geschwind.
Meiner war schneller als der Wind.
Er soll Dir helfen Tag und Nacht,
hat meine Liebe groß gemacht.
Hat mich befreit von Angst und Sucht.
War keineswegs aus edler Zucht.
Ein Mischling, dem mein Herz gehört,
hatte mich ganz und gar betört.

Er lief mit mir oft meilenweit.
Beim Spiel mit ihm verflog die Zeit.
Ich liebte ihn, das ist wohl wahr.
Schon lange ist er nicht mehr da.
Dank, für die Liebe, die er gab,
er war mir treu, bis hin ins Grab.

Sein Sportsfreund bei dem Anblick kichert ...

Versichert und versteuert

Das Hündchen schiss in seiner Not,
ein duftend Würstchen braunen Kot.
Das Herrchen eine Mahnung kriegt,
weil ' s Häufchen auf  der Straße liegt.
„Nimm Tütchen mit“, der Stadtrat spricht,
denn hierzulande ist es Pflicht,
zu sammeln auf, was Hund gemacht,
vom Ordnungsamt streng überwacht.

Das Hündchen muss auch mal Pipi,
„Hau ab hier Du verdammtes Vieh“,
hört man den Nachbarn böse keifen,
hebt Hund das Bein am Autoreifen
und pisst trotz Warnung und Geschrei,
am Nobelschlitten knapp vorbei.
Denn so, wie Menschen Zeitung lesen,
markiert der Hund wo er gewesen.

Wer für Recht und Ordnung sei,
hat seine Marke stets dabei und zahlt die Steuer, Jahr für Jahr,
dafür ist ja sein Herrchen da und die Versicherung zahlt er auch,
weil man die heute dringend braucht.

Dann kommt noch Spielzeug,
Arzt und Fressen,
die Hundeschule nicht zu vergessen.
Nun sind die Taschen vollends leer aber das Hündchen will noch mehr.

Fünf mal spazier'n an jedem Tag,
weil er das Ballspiel so gern' mag,
wirft man den Ball, so weit man kann,
bis Hund zufrieden,
irgendwann und Frauchen geht dann noch zwei Stunden,
mit Hund spazieren, viele Runden.

Da läuft der Hund dann gerne frei,
die Leine hat man ja dabei
und lässt ihn spielen, schnüffeln, laufen,
mit Opas Dackel kräftig raufen.
Nun kommen Radfahrer vorbei,
plötzlich folgt dann ein greller Schrei,
„Erst hat die Töle mich gebissen
und mit dem Rad dann umgerissen.“

Mein guter Hund ist ganz verschreckt,
mir freundschaftlich die Hand geschleckt
und hofft auf Gnade vor dem Herrn,
ich hab' mein Tier auch wirklich gern.
Der Radfreund kommt zerrissen an,
faucht, wie denn das bloß angehen kann,
sein Sportsfreund bei dem Anblick kichert,
ich sag' nur ruhig, „wir sind versichert“.

Am Abend kommen wir dann heim
und schauen in die Küche rein.

Das Herrchen sitzt am Telefon,
verteidigt uns im ruhigen Ton
und fragt dann, „was in aller Welt,
hat heut' der Köter angestellt?“

Der schaut ihn an und bellt „wau, wau“,
ich sag' „so war es, ganz genau!“