Donnerstag 22 Februar 2018

Ziele

Unsere Ziele

Die menschliche Gesellschaft ist oft etwas kompliziert und ungerecht, deshalb möchte ich etwas vorwegnehmen, um denjenigen den Wind aus den Segeln zu nehmen,die allzu fromm und zu schnell Meinungen vertreten, die zu nichts weiterem dienen, als sich selbst im glorreichen Licht zu sonnen.

Unser Ziel ist es nämlich, schöne,attraktive,Blicke auf sich ziehende Hunde zu züchten. Ein verwerflicher, provokanter,den Hunden nicht zuträglicher Satz? Nein, ganz im Gegenteil,natürlich haben auch wir das Ziel, wie alle Zwinger, die unter der Schirmherrschaft des VDH / FCI arbeiten. Ob DNK , VND oder VLD , wir alle wollen gesunde Hunde und sind bemüht den Standard zu halten, im Optimalfall zu verbessern. Alle wollen wir für unsere Hunde das beste Futter und wünschen uns gute Bewertungen, ein erfülltes Hundeleben und möglichst gesunde Würfe.

Etwas aber ist bei uns anders! Wir haben uns ganz bewusst für besondere Hunde entschieden.

Große Rassen, die nicht ganz so oft vertreten sind . Hunde, die auffallen, die man nicht täglich sieht und hierbei auch noch Exemplare, die selbst unter diesen Rassen besonders attraktiv sind. Alles begann vor vielen Jahren, mit meinem Mischlingshund Wotan. Ein schwarz-weißer, sehr großer Border-Collie Mischling, mit ausdrucksvollem Kopf, gleichmäßiger Zeichnung, wunderbarem Fell und imponierender Körperhaltung.Mit diesem Hund erlebte ich ein Wunder, das mir, bei dem Gedanken, noch heute eine angenehme Gänsehaut macht.

Nie, hatte man mich in meinem Leben bemerkt, ich hatte ja auch furchtbare Angst davor aufzufallen. In meinen Zeugnissen stand „Patricia muss sich bemühen lauter zu sprechen ...“, in der Tanzschule klebte ich bis zuletzt an meinem Stuhl, wenn ich im Schwimmbad sang - und klanglos untergegangen wäre, hätte auch dies wahrscheinlich keiner bemerkt, das graue Mäuslein am Ende der Leine. Dies alles änderte sich durch Wotan.

Dieser Hund gab mir ein ungeheuriges Gefühl. Leute blieben in der Fußgängerzone stehen, zückten den Fotoapparat und knutschten mit Wotan in den ungewöhnlichsten Situationen. Wotan zog Hundefreunde an, wie ein süßes Stück Kuchen die Wespen.

Ich kann nicht sagen, daß ich Menschen besonders mag oder brauche, dennoch war es ein ganz besonderes neues Gefühl, plötzlich eingebunden zu sein, in die menschliche Gesellschaft. Leider starb Wotan, sein Köpfchen in meinen Händen, als er gerade mal 2 Jahre, an einem Herzinfarkt. Für mich brach eine Welt zusammen und auch Ivy, meine damals 6 Monate alte Landseerhündin, trauerte ganz schrecklich, um ihren besten Freund. Ich schenkte ihr einen kleinen weißen Schäferhund und wir verließen das Land und lebten von nun an in Spanien. Wir waren zufrieden und recht glücklich und die Jahre vergingen. Keiner bemerkte uns, ich war wieder abgetaucht, in die Einsamkeit.

Pläne

Als ich, wegen meiner Mutter, dann 2008 zurück nach Deutschland mußte, schaute ich ab und zu ins Internet, natürlich auf Hundeseiten, denn wir hatten ein Haus gekauft und recht viel Platz. Eine Wurfplanung erweckte meine Aufmerksamkeit. Eine ziemlich raumergreifende , weiß-schwarze Neufundländerhündin, sollte Mutter werden, der Vater ein schwarzer Rüde. Ich meldete mein Interesse , als eventueller Käufer an und wartete den Wurf ab.

Geboren wurden 6 Welpen, unter anderem ein einziger Rüde, weiß-schwarz, wunderschön gezeichnet. Gut, daß ich mich als Käufer angemeldet hatte, denn ich wollte diesen Welpen unbedingt und hoffte, daß die Züchterin mich als Käufer akzeptierte. Ich fuhr hin, total gespannt und aufgeregt, als der Wurf 3 Wochen alt war. Und hatte Glück. Ich verstand mich mit der Züchterin und durfte den Rüden kaufen

Die Wochen vergingen im Flug und bald war es dann soweit, Parsifal zog bei uns ein, zusammen mit einer kleinen Neufi-Hündin, die wir in einer anderen Zuchtstätte gefunden hatten, 9 Tage jünger war als er und ein schwarz-weißes Fell hat.Wir gaben ihr den Namen Ninia, was „Mädchen“ heißt.

Schon in der 1. Ausstellung, glänzte der kleine Rüde auf dem 1.Platz und so blieb es auch. Ich hatte das Gefühl von damals zurück, er katapultierte mich aus meiner Isolation mitten in die menschliche Gesellschaft. Auch wenn ich durch meine Behinderung in den Shows nicht selbst laufen kann und mich deshalb leider nicht neben meinem Champ im Blitzlichtgewitter sonnen kann, habe ich dennoch das Gefühl, daß es mich gibt, daß ich am leben und die stolze Besitzerin eines prachtvollen, wirklich auffälligen Neufundländers bin.

Erfolge

Wenn ich heute so mit meinem Amigo de Parsifal spazieren gehe, bin ich super stolz. Die Menschen schauen, lächeln, zücken ihr Handy und bitten fotografieren zu dürfen. Ich habe nicht einfach nur einen Hund, ich habe einen Freund, mit dem man sich sehen lassen kann.

Ja, wir wollen Hunde, die AUCH gut aussehen, eben echte Hingucker sind. Keine halben Heringe, sondern kraftvolle imposante Großhunde, sanfte Riesen, die sich gut benehmen aber stabil gebaut sind, eine schöne Zeichnung haben, sich leicht führen lassen,mit schönem Kopf, lieben Augen, gutem Charakter, furchtlos, gutmütig mit erhabener Körperhaltung.

Sicher ist, kein Lebewesen ist perfekt, kleine Fehler haben wir alle und natürlich werden auch Hunde geboren werden, auch bei uns, die unscheinbar sind , ein oder zwei schiefe Zähne haben oder keine so schöne Zeichnung besitzen. Auch sie werden Menschen finden, denen es nicht so wichtig ist, sich über ihren Hund zu definieren. Der Friseur braucht seine Schere, das Kind seine Mutter, der Zahnlose sein Gebiss und ich brauche eben meinen ausdrucksstarken Hund.